Die Motivation

Warum Quanteninterferenz mit Molekülen?

Seit Anfang des letzten Jahrhunderts ist die Materiewelleninterferenz ein Grundpfeiler der Quantenphysik. Viele technische Anwendungen sind daraus hervorgegangen.

Die Forschungsgruppe Quantennanophysik (QNP) der Universität Wien untersucht seit einigen Jahren die Quantennatur von besonders großen, komplexen Molekülen und Nanoteilchen.

Wir interessieren uns dabei insbesondere für folgende, bisher ungelöste Fragen:

Grundlagen der Quantenphysik:

  1. Bis zu welcher Masse ist die Delokalisation von Materie und deren Quanteninterferenz noch nachweisbar?
  2. Können wir Quanteninterferenz für biologische Objekte, wie Proteine oder DNA-Stränge, realisieren?
  3. Welche Rolle spielt Dekohärenz – oder warum erscheint uns unsere Alltagswelt so normal?
  4. Können wir alternative Theorien zur Quantenphysik experimentell testen? Kann uns diese Information helfen, die Verbindung von Quantenphysik und Gravitation besser zu verstehen?

Anwendung der Quanteninterferenz:

  1. Wie können wir Quanteninterferenz nutzen, um etwas über Molekülphysik zu lernen? Zum Beispiel die elektrischen, optischen oder magnetischen Eigenschaften von Molekülen vermessen, und das genauer als je zuvor?
  2. Wie können wir Quanteninterferenz nutzen, um externe Kraftfelder besonders genau zu vermessen?

Mit diesen und weiteren Molekülen konnten wir bereits Quanteninterferenz beobachten:

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